Heute weiß man, dass Äthiopien das Ursprungsland der Kaffeepflanze ist. Die Wurzeln des Kaffees liegen wohl in der Kaffa-Region. Hier wurde er bereits im 9. Jahrhundert erwähnt und noch heute findet man dort wilde Kaffeepflanzen. Die Legende besagt, dass ein Hirte im damaligen Königreich Kaffa eine Ziege sah, die, sobald sie Blätter und Samen eines immergrünen Strauches aß, von Unruhe und Schlaflosigkeit befallen wurde.
Seine Erkenntnis teilte der Hirte mit Mönchen eines umliegenden Klosters, die daraufhin anfingen die Pflanze zu kultivieren und sich ihrer Samen und Blätter bedienten, um ihre Nachtandachten verlängern zu können. Von Äthiopien aus gelangten die Kaffeebohnen durch Sklavenhändler nach Arabien. Mitte des 15. Jahrhunderts wurde er dann auch dort geröstet und getrunken. Der Kaffeeanbau verhalf Arabien zu einer Monopolstellung. Als blühendes Handelszentrum galt damals die Hafenstadt Mocha, die man auch Mokka nannte (heute: Al Mukha in Jemen).