Die Pour Over-Methode kommt ursprünglich aus Japan und ist eine einfache und präzise Art Kaffee zu filtern. Für eine Tasse Kaffee braucht man 19 Gramm frisch gemahlenen Kaffee, einen Handfilter mit passendem Filterpapier und heißes Wasser. Als Erstes setzt man das Kaffeefilterpapier in den Handfilter und übergießt es leicht mit Wasser, sodass es komplett nass ist und am Filter klebt. Das gefilterte Wasser schüttet man selbstverständlich weg. Dadurch wird der eventuell vorhandene Eigengeschmack des Filterpapiers herausgelöst.
Dann gibt man den frisch gemahlenen Kaffee in den Filter und übergießt ihn langsam und gleichmäßig. Am besten ist es, das Wasser spiralförmig von Außen nach Innen im Uhrzeigersinn über den Kaffee zu gießen und wenn alles angefeuchtet ist, zu warten. Man kann dann kleine Bläschen aus dem Kaffee aufsteigen sehen. Dieser entweichende Sauerstoff zeigt an, dass der Kaffee komplett benetzt wurde. Man spricht im Fachjargon auch vom: Blooming (to bloom), denn die Bläschen sehen aus, als würde der Kaffee kleine Blüten sprießen lassen.
Wenn das Wasser durchgelaufen ist (das braucht so zirka 30 Sekunden), wiederholst du den Vorgang erneut. Für eine Tasse Kaffee benötigst du 150 bis 200ml Wasser. In Kaffeeläden wirst du Barista oft mit Waagen arbeiten sehen. Diese hat zwei Funktionen: einmal haben Kaffeewaagen einen Timer, der dem Barista hilft, die Zeit zwischen den Pour Overs zu kontrollieren und zum anderen wiegen sie das Wasser ab, um nicht zu viel auf den Kaffee zu gießen.