Eine Syphon nutzt das Prinzip des Vakuums für die Kaffeezubreitung. Dabei ist es ganz gezielt möglich, die Brühtemperatur zu kontrollieren. Wie funktioniert das? Als erstes füllt man Wasser in den unteren Behälter und bringt es zum Kochen. Dadurch entsteht ein Überdruck durch den das Wasser in den oberen Behälter gedrückt wird. Dort gibt man nun den Kaffee in das brühheiße Wasser, rührt um und wartet ungefähr 30 bis 45 Sekunden. Jetzt wird das Feuer unter dem Syphon entfernt. Dadurch entsteht ein Vakuum im unteren Gefäß, das dafür sorgt, dass der Kaffee durch den Filter und das Röhrchen zurückgesogen wird.
Das erste Patent für eine Siphon wurde dem Berliner Wissenschaftler Loeff um zirka 1830 ausgestellt. Später waren die Vakuum Kaffeemaschinen in Amerika und Europa sehr populär. Man nannte sie vac po' crystal ball, Napier Vacuum Machine oder siphon. Sogar Bauhaus interpretierte diese famose Kaffeemaschine im Jahre 1925 und nannte es die Sintrax Kaffeemaschine. Bis in die späten Zwanziger Jahre waren Syphons beliebt und gern gesehene Apparaturen, doch dann traten neue Brühmethoden in den Vordergrund und die Vakuumkaffeemaschinen gerieten in Vergessenheit. Doch der Third Wave Kaffeerevolution entdeckte man die Vorzüge des Syphon erneut. Nun gehören die Syphons wieder in die Kaffeeläden Asiens, Europas und Amerikas.