Ein Tamper wird in England auch ‚plunger’ genannt und bedeutet in beiden Fällen im Deutschen: ‚Stampfer’ oder ‚Stopfer’. Von der Form her ähnelt er einem Siegel oder Stempel, nur liegt ein Tamper viel schwerer in der Hand, da er meist aus Aluminium oder Edelstahl hergestellt wird. Die runde Fläche am Ende hat einen Durchmesser von 57 bis 58 cm, sodass er perfekt in den Siebträger einer Espressomaschine passt. Wenn der Kaffee also frisch gemahlen im Siebträger liegt, benutzt ein Barista den Tamper, um den noch losen Kaffee fest zudrücken. Das ist notwendig, damit der Kaffee gleichmäßig verteilt ist, denn nur so kann das Wasser gleichmäßig durchlaufen. Dann erst wird der Siebträger in die Maschine gedreht.
Barista haben verschiedene Arten zu tampen. Einige drücken und drehen dann kurz an, andere drücken oder drehen nur. Tampen ist quasi eine Charaktersache. In unseren Schulungen legen wir besonderen Wert darauf, dass die Barista gerade tampen. Um mehr Kontrolle über die Kraft zu haben und nicht schräg zu tampen, ist es ratsam den Arm gerade zu halten, vertikal zum Kaffee und den Tamper mit den Fingern am unteren Teil zu fassen